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Leben oder irgendwie so…

Geschrieben von am 25. Juli 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Nebel über Hogwarts

Oh mein Gott.

Ich glaube, das ist genau der richtige Ansatz, um die Zeit seit dem letzten Blogeintrag am 8. April zu beschreiben und wirklich mehr dazu fällt mir auch nicht ein. Am 9. April, also am Tag darauf, bin ich mit Sack und Pack und Auto zu meinem Freund gefahren und seitdem geblieben, hab einen Job gefunden, wurde nicht von der Uni genommen, bin gemeinsam mit ihm umgezogen, hab mich nochmal bei der Uni beworben und bin gerade gemeinsam mit ihm dabei, unser beider Leben in den Griff zu kriegen. Und: Oh mein Gott, das zerrt an den Nerven. Und an der Kreativität. Und an der Selbstsicherheit. Und überhaupt an allem, was ich bis jetzt für gegeben gehalten hab.

Schreiben ging in den dreieinhalb Monaten seitdem überhaupt nicht, was möglicherweise auch daran lag, dass ich davon zweieinhalb Monate lang kein Internet hatte und daher auch irgendwie die Motivation gefehlt hat (dass einer der Leute, die ich seitdem ich hier bin, besser kennen gelernt hab, sich auch für Fanfictions interessiert und auch schreibt, hab ich so bewusst ja erst in letzter Zeit irgendwie mitbekommen). Egal.

Jetzt ist die Motivation wieder da, eigentlich und so – aber irgendwie bekomm ich kaum ein Wort ins Word, vor allem bei den beiden originalen Projekten, die ich zwar schon vor einiger Zeit angefangen hab und die mir sehr am Herzen liegen, aber auch bei In Good Faith. Ich hab einfach das Gefühl, dass nichts von dem, was ich schreibe, irgendwie gut genug ist, hinterfrage mich bei jedem Satz, hab Angst, dass nichts davon meinen oder den Ansprüchen irgendwelcher anderen Leute genügt und im Endeffekt… naja, blockiere ich mich dadurch selbst. Aber gut. Dass zwischen “etwas intellektuell begreifen” und “etwas ändern” mitunter Welten liegen, hab ich ja in den letzten Monaten zur Genüge begriffen und irgendwie frisst mich das noch immer auf… gemeinsam mit der Tatsache, dass ich momentan jeden Cent fünfmal umdrehen muss und mich (und mein Y) vor allem mit Reis, Nudeln und Spätzle ernähre… weil billig und so.

Aber naja. Was macht man, wenn man nichts sinnvolles, mit Anspruch, was einem so wirklich ganz nah am Herzen liegt, schreiben kann? Richtig, man schreibt etwas anderes. Und nachdem ich mit dem kleinen Castle-Ficlet irgendwann Mitte dieser Woche festgestellt hab, dass das ja eigentlich relativ gut klappt, hab ich mir heute Abend einfach mal wieder Nebel über Hogwarts ins Word geholt und einfach geschrieben. Mehr als 1000 Wörter *stolzgugg* *unheimlichstolzgugg* *nochvielstolzergugg* Was so ungefähr mehr ist, als ich seit langer, langer, langer Zeit hingekriegt hab, Castle-Ficlet ohne Namen und Denouement (hier bitte eine Handvoll Accénts drüberstreuen, danke) ausgenommen. Ihr habt keine Ahnung, wie erleichtert ich darüber bin.

Ich meine, gut. Die Story hat nicht den Anspruch, irgendetwas Besonderes zu sein, oder besonders gut, oder dass besonders viel Herzblut drinnen steckt… aber ich kann dämliche Dialoge schreiben (fällt gerade sehr leicht, Y und ich gucken gerade viel zu viele Fernsehserien mit panne Dialogen), versuchen, diesen Rest von Plot zwischen dem ganzen Teeniegedöns auf die Reihe zu kriegen und mir die ganzen englischen Phrasen und Dialoge aus dem Hirn brennen die davon kommen dass ich viel zu viel auf Englisch lese und sehe im Moment. Und für heute hats funktioniert.

Jetzt muss das nur noch regelmäßig funktionieren… und ich glaube, dann bin ich glücklich. Ich hab nur das dumpfe Gefühl dass das nicht passieren wird… woher das wohl kommt?

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